Die Höhle wurde im Februar 2002 von den Tschechen Marek Audy und Zoltan Ágh, zwei versierten Höhlenforschern, zufällig während eines privaten Trekkings auf den Roraima entdeckt.
Der Haupteingang befindet sich nur wenige Meter von einem Weg entfernt, der jährlich von tausenden Touristen passiert wird. Er, wie auch mehrere Nebeneingänge, sind mit Buschwerk überwachsen.
Nach dieser zufälligen Entdeckung und mit Hilfe tschechischer und slowakischer Höhlenforschungsgesellschaften wurde die Höhle zu einem späteren Zeitpunkt professionell erforscht.
Die Haupthöhle weist eine Länge von 2.410 Metern auf und liegt in einer Tiefe von 20 bis 30 Metern unterhalb des Plateaus des Roraima. Zahlreiche kleine Nebenhöhlen zweigen rechts und links von der Haupthöhle ab. Die durchschnittliche Höhe des Hauptganges beträgt 0,8 bis 2 Meter. Es gibt aber auch Hallen mit einer Höhe von 8 bis 10 Metern. Der Boden ist geröllartig und mit feinem, orangefarbigem Sand überzogen. Daneben hat es sehr viele,schöne und durchsichtige Kristalle mit einem Durchmesser von 0,3 bis 1cm. Diese Kristalle sind die Namensgeber für die Höhle. Es gibt kleine Seen und es herrscht ein starker Windzug. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 17 Grad. Die vorhandenen Stalaktiten sind ca. 20 bis 30cm groß, einige sogar bis 50cm. An einigen Stellen gibt es Vogelnester kleiner Vögel, die, wenn sie fliegen, das Dach der Höhle berühren. Das Dach ist entsprechend mit einem Flaum von Federn verziert. Es gibt auch eine Vielzahl von Spinnenarten und die unter Fachleuten sehr bekannten Hydrolutos sp. Im Laufe weiterer Expeditionen sollen auch die Nebenhöhlen näher erforscht werden.