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Wie alles begann- letzter Teil

Veröffentlicht: 03.02.2010 um 20:02 von kit007
Am naechsten Tag hing ich am Pool herum und faulenzte so vor mich hin als zwei aeltere Damen auftauchten, die anscheinend nicht Gaeste des Hotels waren sondern nur den Pool nutzten und nach einiger Zeit bemerkte ich, dass sie Deutsch sprachen.
Ich nahm mir vor die beiden anzusprechen wenn sie mit schwimmen fertig waren um ein paar Infos ueber Land und Leute herauszufinden, die nicht durch die rosarote Brille verklaert waren, welche bei mir schon hartnaeckig nach nur ein paar Tagen auf der Nase sass.
Ich ging schnell zum Mittagessen und logisch: die beiden waren verschwunden, als ich wieder zum Pool kam.
Schade, na, ja, aber vielleicht kommen die ja mal wieder und dann schlage ich zu, dachte ich mir und machte mich startklar fuer den Negombo- Ausflug, der fuer den Nachmittag vorgesehen war.
Und dann gings los…..im Affenzahn wurden folgende Lokalitaeten abgeklappert: Buddhistischer Tempel in der Temple Road, Hindu Kovils, Moschee( aber nur von aussen), Hamilton Kanal, Fischmarkt mit Fort( welches nun ein Gefaengnis ist), Methodistische Kirche nebendran und einige Katholische Kirchen, die ich sehr schoen und fremdartig empfand, da im Portugiesischen Stil erbaut worden waren; eine Ochsenkarrenfahrt wurde unternommen bei der ich mir reichlich daemlich vorkam und mir das arme Tier leid tat und zuletzt gings zur Lagune.
Dort ludt man uns auf ein Boot und ab gings in die Lagune. Das fand ich auch sehr schoen, denn es war sehr heiss und man konnte die Fuesse ins Wasser tauchen und ein wenig abkuehlen. Der Reiseleiter brachte ploetzlich eine Flasche Arrack zum Vorschein, die von einigen gerne angenommen wurde. Nicht fuer mich, entschied ich, denn wer trinkt denn schon Arrack um 16 Uhr und ausserdem war ja der Ausflug nach Galle fuer den naechsten Tag vorgesehen. Also wurde ich als Miesepeter erklaert( was mir aber wurscht war) und kehrte ziemlich geschafft nach unserem Marathon zum Hotel zurueck.
Abendessen liess ich ausfallen und fiel ins Bett und wachte auf vom Klingeln des Telefones um 4 Uhr morgens…ach ja, der Weckdienst…es geht nach Galle!

Dieser Ausflug war noch stressiger als der in und um Negombo und ich konnte die vielen Eindruecke in der kurzen Zeit nicht wirklich verarbeiten.
Denn die Fahrt nach Galle dauerte ueber 4 Stunden und dort wurden wir nach kurzer Pause durchs Fort gescheucht und Altstadt, Hollaendisches Museum und Strandpromenade. Weiter gings nach Koggala zur Schildkroetenfarm und zum Gewuerzgarten mit See und Bootfahrt.
Kurze Pause zum Essen und wieder in den Bus und nach Negombo wo wir puenktlich zum Abendessen eintrafen.
Welches ich wieder ausfallen liess und mit mulmigem Gefuehl den Ausflug nach Kandy
vor Augen hatte und ich ueberlegte mir wirklich diesen zu canceln. Jedoch nicht tat, denn es waren bis dahin noch 5 Tage und bis dahin war meine Ausflugslaune auch wieder auf Vordermann( ich Dumme…), denn es ging genauso ab wie Galle, nur, dass es ploetzlich anfing aus Eimern zu regnen und wir ueberall knietief im braunen Wasser waten mussten.
Dass ich mir da keine Fussinfektion eingefangen hatte war wie ein Wunder…
Also, Kandy war wie schon im 2. Teil erwaehnt alle ueblichen Touristenziele und ich gehe nicht weiter darauf ein.
In der Zeit zwischendurch in Negombo relaxte ich wieder am Pool und Strand und so manches mal kam mir der Gedanke wie es wohl waere Deutschland den Ruecken zu kehren und in Sri Lanka zu leben.
Meine neuen Bekannten vom Pub liebten es anscheinend hier( ausser dem arroganten Schotten) und alle hatten einen Job.
Es kam mir mit den Tagen mehr und mehr real vor dieses in die Tat umzusetzen und hier auch einen Job zu finden und die Welt zu verbessern. (Was war ich doch naiv…)
Ich wuerde sicher meine Eltern und Schwester vermissen und auch meine Freunde und Kollegen.
Aber die koennen ja alle mal herkommen und ich auch wieder zum Besuch nach D fliegen.
NUR, da gibt es einen Haken, eigentlich sind es zwei, denn ich bin alleinerziehend mit zwei Kindern und der geschiedene Papa hat da auch noch was mitzureden.

Was auch immer, ich traf am letzten Tag die beiden Damen am Pool wieder und loecherte sie mit allen moeglichen Fragen ums echte Leben und die eine meinte zum Abschied: Es ist sehr schoen hier zu leben, aber sei vorsichtig! Die Sri Lankaner sind sehr liebenswerte Halunken. Quatsch! Glaub ich nicht, sind doch alle so nett hier. Sie meinte dann: warts ab und erinnere Dich meiner Worte.

So gings am naechsten Tag zum Flughafen und mit einer Traene im Auge verliess ich “meine” schoene Insel gen Deutschland und plante schon meinen naechsten Urlaub fuer Dezember, denn ich hatte einen Haufen Ueberstunden abzufeiern. Muss halt nur die Chefin ueberreden, was nicht so schrecklich sein wuerde.
Und dieses mal wuerde ich die Kinder mitbringen.

Fortsetzung folgt….
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