Vornweg möchte ich erst einmal etwas sagen (auch wenn es nichts mit "uns" zu tun hat), was mir bisher immer positiv in SL aufgefallen ist und was im krassen Gegensatz zu unserem Verhalten hier bei uns steht:
das ist dieser unglaublich offene, freundliche und hilfsbereite Umgang der Singalesen untereinander
(der einfachen Leute, also der Mehrheit - bei den etwas "höher gestellten" mag es da Abstriche geben), wenn es ein Problem gibt (und sei es noch so winzig).
Zumindest habe ich es nie anders erlebt, da ist es ganz selbstverständlich, dass man nicht lange selber grübelt, sondern ganz einfach den nächsten Wildfremden anhaut und der hilft einem direkt bzw. versucht sein Bestes, die Sache ist erledigt, ein kurzes Dankeschön - fertig.
Da habe ich schon die lustigsten Sache erlebt und noch nie hat jemand unfreundlich reagiert oder wenigstens komisch geschaut "Was will der denn von mir?"
Das ist auch eine der Sachen, die meine Frau bis heute nicht verstehen kann - unser Miteinander hier in Deutschland oder sollte man es besser Nebeneinander nennen.
Einmal waren wir unterwegs, dem
Tuk-Tuk geht der Sprit aus, da läuft der Fahrer über die Strasse ins nächste Haus, besorgt sich eine leere Flasche, hält den nächsten Fahrradfahrer an und der kutschiert ihn auf der Stange sitzend zur nächsten Tanke und 10 Minuten später steigt er aus einem Auto und ist mit einer halbvollen Flasche wieder da. Alles ganz selbstverständlich, als ob man zum Bäcker geht und Brötchen kauft, da gab es nicht mal eine Sekunde einen fragenden Blick.
Was mich persönlich betrifft, will ich jetzt nicht zwanghaft ausführlich ausholen - nur eine kleine Anekdote aus der Zeit als ich zum ersten Mal nicht als Touri, sondern eher mehr "ganz normal" im Alltag unterwegs war, weil ich dort wohnte und arbeitete.
Ich war in der Nähe von Chilaw unterwegs und war auf der Suche nach einer Schule, wo ich eine Verabredung hatte - ich hatte die Adresse nur per Telefon bekommen und so gut, wie ich es verstanden hatte, aufgeschrieben.
Habe also den Bus genommen und bin ausgestiegen wo ich dachte, dass es dort ist. Leider lag ich mit dieser Annahme falsch und "irrte" ein wenig hilflos suchend umher und sicher kennen die meisten die Gegend, da hilft einem auch Englisch nicht unbedingt weiter, wenn man da in einem kleinen Dorf ist und sich für Hilfe verständlich machen muss, auf den Bussen stand auch alles nur singalesisch, also wusste ich erst einmal nicht, wie ich es finden sollte.
Da spricht mich ein älterer Herrr - aus überheblicher europäischer Sicht, würden wir wohl sagen: ärmlich aussehend - von sich aus an und fragt zu meiner Freude auf Englisch, ob er mir helfen könnte. Also versuchte er dann aus meiner "Adresse" (bzw. dem, was ich als solche am Telefon verstanden hatte) zu enträtseln, wo es ist.
Als er meinte, es zu wissen, begleitete er mich zur nächsten größeren Strasse, erklärte mir, wie ich es finden würde und hielt dann noch den richtigen Bus für mich an.
Und weil man immer so viel und sicher auch oftmals richtiger Weisse hört, dass alle nur hinter unserem Geld her wären - wie die Umstände nun mal wollten, hatte ich (keine Ahnung mehr warum - sei es aus Dummheit, Sorglosigkeit oder einfach Vergesslichkeit) nur einen Tausender-Schein zur Hand, was sich nicht wirklich zur Bezahlung im Bus eignete - da lachte er nur, zog 40 Rps. aus der Hemdstasche, gab sie mir und meinte: "Das reicht."
dann sagte er mir noch, was es ungefähr maximal kosten dürfte (logisch wollte man mir erst mal das Doppelte berechnen, doch dummer Weise wusste ich ja den richtigen Preis).
Dann wünschte er mir noch einen schönen Tag und ich kam doch noch zum meinem Ziel.
Das ist für mich eben auch SL - ein wildfremder Opa, den ich vorher und hinterher nie wieder gesehen habe, der mir den Bus bezahlt, obwohl er (ohne anmaßend klingen zu wollen) sicher selber Verwendung für die 40 Rps. gehabt hätte.
MfG
te5
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Tuck-Tuck
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 Eine Autorikscha (kurz Auto, nicht zu verwechseln mit dem Gebrauch des Wortes in der deutschen Sprache), auch Motorikscha oder Trishaw, ist die motorisierte Variante der ursprünglich aus Japan stammenden Rikschas, zwei- oder dreirädrigen, entweder von einer Person zu Fuß oder mit einem Fahrrad (siehe auch Fahrradrikscha), gezogenen kleinen Wagen zur Personenbeförderung.
Autorikschas gehören heute zu einer weitverbreiteten Taxiart in Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesch, Laos, Thailand, Sri Lanka und anderen asiatischen Ländern.
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